08.11.2025, Großangelegte Atemschutz-Einsatzübung in Alland

Am Samstag, dem 8. November 2025, fand in Alland die letzte große Atemschutzübung des Jahres statt. Insgesamt sechs Feuerwehren nahmen an dieser realitätsnahen Einsatzübung teil: die Freiwilligen Feuerwehren Hochstrass, Siegenfeld, Kaumberg, Heiligenkreuz, Baden-Weikersdorf und Alland.

Das Übungsszenario

Als Übungsobjekt diente ein Mehrparteienwohnhaus mit Erd- und Obergeschoss. Während in einer Wohnung eine Kindergeburtstagsfeier mit 15 Kindern und zwei Betreuerinnen stattfand, kam es in der gegenüberliegenden Wohnung bei Renovierungsarbeiten zu einer Explosion. Zwei Bauarbeiter, die dort tätig waren, galten anschließend als vermisst.

Infolge der Explosion brachen im Erdgeschoss sowie im Obergeschoss zwei Brandherde aus. Innerhalb kürzester Zeit war das Stiegenhaus stark verraucht, ebenso mehrere angrenzende Räume. Die Kinder und ihre Betreuerinnen konnten sich in einem Zimmer einschließen und dort auf Hilfe warten.

Die Aufgaben der Einsatzkräfte

Die Feuerwehren hatten die anspruchsvolle Aufgabe, unter schwerem Atemschutz die Eingeschlossenen zu retten, die vermissten Arbeiter zu lokalisieren und gleichzeitig die Brandherde zu bekämpfen.
Durch die dichte Verrauchung war die Orientierung im Gebäude stark erschwert, wodurch eine präzise Kommunikation innerhalb der Trupps sowie zwischen den einzelnen Feuerwehren von entscheidender Bedeutung war.

Zur Rettung der Kinder kamen Fluchthauben zum Einsatz, um sie sicher ins Freie zu bringen. Zusätzlich mussten gefährliche Stoffbehälter in Sicherheit gebracht werden, um weitere Schäden zu verhindern.

Ziel und Nutzen der Übung

Solche groß angelegten Übungen sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung, um die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Feuerwehren zu verbessern. Nur durch regelmäßiges gemeinsames Training können im Ernstfall die Abläufe rasch, koordiniert und sicher erfolgen. Die realitätsnahe Darstellung des Szenarios bot den teilnehmenden Kräften wertvolle praktische Erfahrungen.

Nachbesprechung und Dank

Nach Abschluss der Übung fand im Rahmen eines gemeinsamen Mittagessens eine ausführliche Nachbesprechung statt. Dabei konnten alle Beteiligten positive Eindrücke sowie mögliche Verbesserungsvorschläge einbringen.

Ein großer Dank gilt der Marktgemeinde Alland, die die Kosten für das Mittagessen übernommen hat, sowie allen teilnehmenden Feuerwehren und deren Mannschaften, die ihre Freizeit für diese wichtige Ausbildung investierten.
Ein besonderer Dank richtet sich auch an die Kinder der Feuerwehrjugend der Marktgemeinde Alland, die als Statisten in die Übung eingebunden waren und so wesentlich zum realistischen Ablauf beigetragen haben.

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