09.01.2026 – Sattelzug in Vollbrand – 9 Feuerwehren Stundenlang auf der A21 im Einsatz

Am Freitag, dem 9. Jänner 2026, bemerkte ein Kamerad der Freiwilligen Feuerwehr Alland auf seinem Weg zur Arbeit einen in Brand stehenden Sattelzug auf der A21 in Fahrtrichtung Wien. Er setzte umgehend einen Notruf bei der Bezirksalarmzentrale (BAZ) ab. Kurz darauf, um 6:40 Uhr, wurden die Freiwilligen Feuerwehren Alland und Heiligenkreuz zu einem „Fahrzeugbrand – Groß“ alarmiert.

Die Anfahrt gestaltete sich aufgrund eines massiven Rückstaus und einer nicht ordnungsgemäß gebildeten Rettungsgasse äußerst schwierig. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der mit Reifen beladene Sattelzug bereits in Vollbrand. Das Feuer hatte sich auf die angrenzende Böschung ausgebreitet, zudem lagen brennende Reifen über mehrere Fahrspuren verteilt.

Der Lenker des LKW wurde vom Roten Kreuz mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Gleichzeitig betreute das Rote Kreuz die im Stau stehenden Fahrzeuginsassen und versorgte diese mit Trinkwasser.

Die Feuerwehren begannen umgehend mit einem massiven Löschangriff unter schwerem Atemschutz. Aufgrund des Ausmaßes des Brandes alarmierte der Einsatzleiter zusätzlich die Feuerwehren Klausen-Leopoldsdorf, Gaaden, Sittendorf, Sparbach, Groisbach, Brunn am Gebirge sowie Baden-Weikersdorf nach. Der Brand konnte schließlich durch den Einsatz mehrerer Löschleitungen unter Verwendung von Mittelschaum unter Kontrolle gebracht werden.

Zur Sicherstellung der Wasserversorgung stand das Großtanklöschfahrzeug (GTLF) der Freiwilligen Feuerwehr Brunn am Gebirge im Einsatz. Zusätzlich wurde ein Pendelverkehr zu umliegenden Hydranten eingerichtet. Aufgrund der starken Rauchentwicklung musste die A21 in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden. Eine Gefährdung der Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt, da sich der betroffene Autobahnabschnitt nicht in einem besiedelten Gebiet befindet.

Die Nachlöscharbeiten erwiesen sich als besonders anspruchsvoll, da immer wieder versteckte Glutnester in den verbrannten und ineinander verschmolzenen Reifenresten aufflammten. Nach mehreren Stunden wurde mithilfe eines Schneepfluges der ASFINAG eine Fahrspur von der dichten Löschschaumdecke freigeräumt, um die seit Stunden stehenden Fahrzeuge vorsichtig an der Einsatzstelle vorbeizuleiten.

Das Brandgut wurde mit zwei Kränen und Greifern zerteilt, um auch die letzten Glutnester gezielt ablöschen zu können. Der vollständig ausgebrannte Sattelzug wurde anschließend von einer LKW-Bergefirma mit zwei Kränen auf einen Tieflader verladen. Für einen sicheren Abtransport mussten zuvor lose und abstehende Fahrzeugteile mithilfe eines Winkelschleifers entfernt werden.

Die Totalsperre der Autobahn konnte erst gegen die Mittagszeit aufgehoben werden. Nach rund elf Stunden im Dauereinsatz rückte die Freiwillige Feuerwehr Alland wieder in das Feuerwehrhaus ein. Im Anschluss waren umfangreiche Reinigungsarbeiten an Fahrzeugen, Gerätschaften und Einsatzbekleidungen erforderlich.

Die Freiwillige Feuerwehr Alland bedankt sich bei den Feuerwehren Heiligenkreuz, Klausen-Leopoldsdorf, Groisbach, Gaaden, Sparbach, Sittendorf, Brunn am Gebirge und Baden-Weikersdorf sowie bei der Autobahnpolizei, der ASFINAG und dem Roten Kreuz für die hervorragende Zusammenarbeit. Dem Lenker des LKW wünschen wir alles Gute und eine rasche Genesung.

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